DUKE GARWOOD

DUKE GARWOOD

Der Vorverkauf startet am 12. Oktober 2017 um 10:00 Uhr


  • Sonntag, 19. Februar 2017
  • Privatclub
  • 19:00
  • 20:00

Veranstalter: Trinity Music

Blues-Magier Duke Garwood Englands aufregendster Gitarrist der Gegenwart Neues Album... mehr

Blues-Magier Duke Garwood
Englands aufregendster Gitarrist der Gegenwart
Neues Album „Garden of Ashes” erscheint im Februar 2017

 

Der Brite Duke Garwood ist den Eingeweihten schon lange bekannt als ein Erneuerer des Blues. Er schöpft seine Musik aus der Kraft der Tradition, transportiert sie aber mit Verve und hoher künstlerischer Fertigkeit in eine bedrückend intensive Postmoderne. Viele seiner Arbeiten sind aufgeladen durch einen kämpferischen, konzeptionellen Überbau, bei denen er die Verwerfungen und Negativismen der Welt in etwas Positives, Warmes und Beruhigendes umzumünzen versteht. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Duke Garwood durch seine Zusammenarbeit mit dem US-Musiker Mark Lanegan auf dem gemeinsamen Album „Black Pudding“. Seither hat Garwood mit „Heavy Love“ ein weiteres, spannendes Album veröffentlicht, im kommenden Februar erscheint sodann das wunderbar berührende Werk „Garden of Ashes“. Mit einem kleinen Ensemble kommt der ausgezeichnete Blues-Gitarrist zwischen dem 19. und 20. Februar 2017 für zwei Konzerte in Berlin und Köln nach Deutschland.

 

Seit 20 Jahren betreibt der 1969 geborene Duke Garwood seine Forschungen in Sachen Erneuerung und Erweiterung der Blues-Musik. Lange Zeit geschah dies unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit, da seine oft betont minimalistischen, zuweilen auch abstrakten Blues-Entwürfe ein gewisses Maß an musikalischem Know-how erfordern, um in ihrer ganzen Tiefe durchdrungen werden zu können. Viele Musiker hingegen verehren den kantigen Kauz für seine meisterhafte Klasse an der Gitarre und zahllosen weiteren Instrumenten. So arbeitete Garwood bereits mit so gegensätzlichen Künstlern wie The Orb, Archie Bronson Outfit, Kurt Vile, Josh T. Pearson, Tinariwen oder jüngst den Savages zusammen. Seine bislang wohl tiefgreifendste Kollaboration aber fand sich in „Black Pudding“, seinem gemeinsamen Album mit Mark Lanegan, der nach dem Album und der anschließenden Tour sagte, mit Garwood zu arbeiten sei „eine der besten Erfahrungen meines gesamten Musikerlebens“ gewesen.

 

In Garwood und Lanegan fanden sich aber auch zwei absolute Brüder im Geiste. Beide tendieren zu den dunklen Seiten des Lebens, verstehen es aber, diese düstere Perspektive in Musik zu verwandeln, die hoffend und liebevoll zugleich ist. Außerdem verbindet sie der Wunsch, aus traditionellen Musikgenres etwas vollkommen Eigenes und Neues zu formen, das die Welt so noch nicht gehört hat. Im Blues fanden beide Musiker ihre gemeinsame Basis, die sie sodann auf eine Reise in das Unbekannte und Transzendentale mitnahmen. Sie verstehen es, Schwärze in vielen prismabunten Farben darzustellen und ihre Frustration und auch Resignation über die Geschicke der Welt in etwas vorsichtig Hoffendes und Umarmendes zu übertragen.

 

All das gilt auch für Duke Garwoods kommendes Album „Garden of Ashes“. „Ich bin ein wütender Mann, so wütend, dass ich die Luft um mich herum erhitze. Das ist der nukleare Kraftstoff, den ich für meine Musik nutze“, beschreibt er die Hintergründe des Albums. „In einer Welt, die derart voller Schmerz und Irrsinn ist, müssen wir versuchen, besser zu sein als je zuvor, uns zu entwickeln statt zu degenerieren. Aus genau diesem Grund mache ich wunderschöne Musik, denn in einem Klima wie dem gegenwärtigen brauchen wir nicht noch mehr wütende Musik. Jeder kann den Fernseher anmachen und sich die Horrorshow anschauen, niemand muss das auch noch aus den HiFi-Boxen herausspringen hören. Daher versuche ich, all diese Gefühle der Frustration in etwas sehr Fokussiertes zu destillieren.“

Wie gut ihm dies gelingt, zeigt „Garden of Ashes“ in bestechender Weise. Neben den zahllosen Instrumenten, die Garwood selbst einspielt, hört man eine kleine, aber feine Besetzung, bestehend aus Paul May am Schlagzeug, Pete Marsh am Kontrabass sowie den Smoke Fairies und Emily an einigen Backing Vocals. Man kann dem Hörer vor dem Genuss dieses herausragenden Albums nur eines empfehlen: Kopf aus, Augen zu – und dann jeden einzelnen Ton auf sich wirken lassen. Exakt so, wie man auch ein Duke Garwood-Konzert erleben sollte: Abgekoppelt von der Welt und allen Gedanken, die den einzelnen sonst so beschäftigen.

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