Palace

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Musik & Frieden
  • 19:00
  • 19:30

Veranstalter: Trinity Music

Sechs Monate und zehn auf zwei EPs verteilte Songs genügten Palace, um in der britischen... mehr

Sechs Monate und zehn auf zwei EPs verteilte Songs genügten Palace, um in der britischen Hauptstadt zu einem der meistdiskutierten Newcomer aufzusteigen.

Die Printmedien sind voll des Lobes für das Quartett und nannten ihren zutiefst melancholischen, tiefschürfenden und bisweilen auch komplex konstruierten Sound unter anderem „perfekte Baby-mach-Musik“ – was die Band für das schönste Kompliment hielt, das man ihnen machen konnte. Im vergangenen Sommer erschien mit „Chase The Light“ ihre zweite EP, die wie schon der Vorgänger „Lost In The Night“ höchste Rotation auf BBC One erhielt und unter anderem die Radio-Legenden Zane Lowe und Huw Stephens zu aufrichtigen Palace-Fans reifen ließ. Am 4. November veröffentlichte das Quartett mit „So Long Forever“ eines der in England am sehnlichsten erwarteten (Debüt-)Alben des Jahres, das prompt flächendeckend nur beste Kritiken erhielt. Zwischen dem 24. und 27. März kommen Palace für drei Deutschland-Shows in Köln, Berlin und München nach Deutschland.

Die getragene Größe der Maccabees, die stets durchscheinende Melancholie der Smiths, die verhuschte Reverb-Ästhetik von Gravenhurst, aber auch die hochmelodiöse, mehrstimmige Einzigartigkeit der Beatles: All das findet sich in den verletzlichen Epen von Palace, die in ihrer Selbstverständlichkeit beileibe nicht nach einem Newcomer klingen. Ihre Songs wirken in ihrer perfekt produzierten, verhallten LoFi-Eigenwilligkeit eher wie das unbemühte Spätwerk langgedienter Britpop- und Indie-Helden. Aus dieser Souveränität, stets nur einem eigenen Weg zu folgen, speist sich auch die landesweite Begeisterung, die Palace in Großbritannien gegenwärtig widerfährt.

Gefunden haben Sänger/Gitarrist Leo Wyndham, Gitarrist Rupert Turner, Bassist Will Dorey und Schlagzeuger Matt Hodges ihren individuellen Sound des Rückzugs und der Entschleunigung in „The Arch“, einem kreativen Epizentrum junger Künstler, Designer und Musiker in einer Seitenstraße im tiefsten Tottenham. Beeinflusst durch visuelle Kunst und separiert von der sonst häufig sehr trendorientierten Londoner Musikszene, fanden Palace hier ihren eigenen klanglichen Korpus und Ansatz ans Songwriting. Ihre Kompositionen sind nicht auf Hittauglichkeit oder vorsätzliche Zugänglichkeit gebürstet, sondern zuweilen regelrecht komplex und abstrakt – einige Songs funktionieren eher wie ein impressionistisches Bild, das ein Gefühl vermittelt, statt sich auf eine besonders griffige Hookline zu konzentrieren.

Im Oktober 2014 erschien ihre Debüt-EP „Lost In The Night“: Fünf Songs, die neben den beschriebenen, musikalischen Eigenheiten sich vor allem durch Leo Wyndhams außergewöhnlich einfühlsame Lyrics auszeichnen, die das ewige Thema des Zwischenmenschlichen in höchst poetische Worte kleiden. Zeilen wie „I’ve played heart-strings before but not in your key“, appellieren an innere Turbulenzen, mit denen sich jeder verbinden kann, ungeachtet seiner Lebens- und Liebessituation.

Neben den britischen Printmedien verdanken Palace ihre enorm wachsende Popularität vor allem den beiden BBC-Radio-Legenden Zane Lowe und Huw Stephens, der die Band bereits zu einer Live-Session ins Studio einlud. Seither waren sämtliche UK-Shows stets im Handumdrehen ausverkauft. Die Begeisterung für die vier Musiker gewann noch einmal zusätzlich an Fahrt, seitdem ihr Debütalbum „So Long Forever“ erschien, über das die Band in einem Statement sagte: „Diese Platte ist eine gelungene Zusammenfassung all dessen, wofür Palace als Band steht. Es ist eine Kollektion einiger sehr früher sowie ganz neuer Songs. Wir wollten ein Album machen, das den Hörer mitnimmt auf eine Reise durch die unterschiedlichsten Emotionen mit allen Höhen und Tiefen. Ein zentraler inhaltlicher Aspekt ist der Verlust – und wie wir mit solchen Momenten umgehen. Werden sie uns zerstören – oder machen sie uns letztlich stärker?“ Wer der Platte zuhört, muss geradezu zwangsläufig Letzteres annehmen.

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